ColourDesigner · Eigene Bilder aufbereiten

Es ist gar nicht so schwierig, seine eigenen Bilder für den ColourDesigner aufzubereiten. Alles, was Sie hierzu benötigen, ist ein Bildbearbeitungsprogamm, das maskieren und png-Dateien erzeugen kann, wie z. B. Corel Photo-Paint, PicturePublisher, PaintShop Pro,... Wir haben auf die RAL C1 DIGITAL CD-ROM das Programm GIMP aufgespielt, mit dem die Aufbereitung ebenfalls gut möglich ist und das sogar kostenlos ist.

Sie können Ihre Bilder auch bei den Softwareherstellern aufbereiten lassen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Grundgedanke "Masken"

Unser Programm benötigt nicht nur die jeweilige einzufärbende Bitmap-Datei, sondern auch die zusammengehörigen Bildbereiche, also was im Bild z. B. die Fenster sind. Über eine Ähnlichkeits-Farbberechnung wäre dies nicht sinnvoll möglich, denn z. B. die Fassade eines Hauses hat in der Regel auf Fotos keine wirklich einheitliche Farbe, sondern Lichter, Schatten und Struktur. Man muss die zusammengehörenden, einzufärbenden Bildbereiche dem RAL ColourDesigner "mitteilen".

Dies geschieht über eine weitere Bilddatei derselben Größe, in der nichts anderes als diese Bildbereiche enthalten sind, die sogenannten "Masken". Eine Maske beinhaltet z. B. die Fassadenfläche, eine andere die Fensterrahmen. Sockel, Dach, Haustür wären weitere sinnvolle Masken, nicht jedoch der Himmel, ein Baum oder die Rasenfläche, denn es ist ja nicht sinnvoll, diese in RAL Farben einzufärben.


Wie bereite ich ein Bild auf?

Das einzufärbende Bild muss als png-Datei im Unterverzeichnis "Images/Pictures" vorliegen.

Die Bilddatei mit den Masken muss als png-Datei im Unterverzeichnis "Images/Masks" vorliegen. Es muss genau dieselbe Größe wie das Bild aufweisen. Die darin enthaltenen Masken müssen Flächen einheitlicher Farbe sein – egal welche, außer Schwarz und Weiß. Der Dateiname ist der Dateiname des Bildes mit dem Zusatz "_mask".

Im Programm werden dann alle Bereiche derselben Maskenfarbe mit der gewünschten RAL Farbe eingefärbt.

 

Handys.png
Handys_mask.png

 

Optional: Textdatei mit Maskenbezeichungen

Masken können im Programm auch über eine Auswahlliste namentlich gesteuert werden. Die hier hinterlegten Maskenbezeichnungen tauchen im Programm als Maskenauswahlliste auf. Die Textdatei mit den Maskenbezeichnungen gehört mit dem Anhang "_masks.txt" ebenfalls in "Images/Masks".

Diese Textdatei enthält Angaben zur Farbe der jeweiligen Maske in der Textdatei sowie ihre Bezeichnung in Deutsch und Englisch, getrennt durch einen senkrechten Strich. In der ersten Zeile befinden sich Kürzel zu den verwendeten Sprachen der Maskenbezeichnungen (Deutsch=ge, en= Englisch).

Hier der typische Inhalt einer Masken-Textdatei:

ge|en
000 255 255 Handy 1|Cellphone 1
255 155 000 Handy 1Bedienfeld|Cellphone 1 buttons
000 000 255 Handy 2|Cellphone 2
000 255 000 Handy 2 Bedienfeld|Cellphone 2 buttons
255 000 000 Handy 2 Display Rahmen|Cellphone 2 display frame
255 255 000 Handy 3 oben|Cellphone 3 top
255 000 255 Handy 3 unten|Cellphone 3 down

 

Es handelt sich um die sieben Masken im obigen rechten Bild.

Achtung: Die Maskendatei sollte keine deutschen Umlaute, ß und andere Sonderzeichen (é, ñ,...) enthalten, denn diese werden in der Maskenliste falsch dargestellt. Sollen die Maskenbezeichnungen Sonderzeichen enthalten, muss sie als Text im UTF8-Format abgespeichert werden und die ersten drei Zeichen der Datei sind danach zu löschen.

So geht's in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm

Zusammenhängende Bildbereiche werden mit Auswahlwerkzeugen ausgewählt und dann in einer beliebigen einheitlichen Farbe eingefärbt. Um ein Objekt auszuwählen, gibt es in den Bildbearbeitungsprogrammen verschiedene Möglichkeiten, z. B. Lasso, Auswahl, Polygon, Zauberstab. Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt in der Hilfedatei des jeweiligen Programmes.

Bearbeiten Sie am besten nicht das Bild selbst, sondern eine darüberliegende, transparente Ebene, so dass Sie jederzeit kontrollieren können, ob Ihre Markierungen stimmen. Es wäre sinnvoll, die Datei mit den Ebenen aufzubewahren, falls Sie im Programm feststellen sollten, dass eine Fläche noch nicht ganz genau eingefärbt wird und Sie das korrigieren wollen.

Geben Sie allen Masken unterschiedliche Farben. Zwei Masken gleicher Farbe werden als zusammenhängende Maske aufgefasst. In sich muss eine Maske aber geschlossen sein, das heißt, alle darin enthaltenen Pixel müssen denselben RGB-Farbwert aufweisen.

Nach der Erzeugung der Masken speichern Sie diese als png-Datei im Verzeichnis "Images/Masks" und die Bilddatei als png-Datei mit dem gleichen Namen im Verzeichnis "Images/Pictures". Die Maske erhält den Anhang "_mask.png" im Namen.

 

 

So geht's in GIMP

GIMP ist eine kostenlose Bildbearbeitungssoftware, die wir an dieser Stelle empfehlen können. Sie finden das Programm auf der RAL C1 DIGITAL CD-ROM oder es kann hier heruntergeladen werden. Bei der Installation ist zunächst das "GTK+ Runtime Environment" und dann das Programm selbst zu installieren.

Speichern Sie zuerst das einzufärbende Bild (Datei > Speichern unter...) als png-Datei im Unterverzeichnis "Images/Pictures" ab.

Jetzt können Sie mit der Maskierung des Bildes beginnen. Es gibt in GIMP mehrere Auswahlwerkzeuge, mit denen Sie die Masken erzeugen können.

Befehl Beschreibung Eignung
Bereich frei Hand wählen Sie fahren die Umrisse Ihres Objektes mit dem Cursor ab. Sie dürfen nicht absetzen, bis Sie Ihren Anfangspunkt wieder erreicht haben, da die Auswahl sonst geschlossen wird. Nicht empfehlenswert, außer Sie besitzen ein Grafik-Tablett. Das Arbeiten mit der Maus ist meistens zu ungenau.
Zusammenhängenden Bereich wählen Sie klicken mit dem Cursor in den Farbbereich, den Sie auswählen möchten. Diese Farbe wird dann überall ausgewählt. Achten Sie bitte darauf, dass Sie ausgewählte Flächen, die Sie nicht markieren wollten, wieder von der Auswahl abziehen. Gut geeignet bei großen Flächen einer Farbe.
Bereiche nach Farbe wählen Funktioniert ähnlich wie "Zusammenhängenden Bereich wählen"
Umrisse des Bildes wählen Hierbei klicken Sie mit dem Cursor in regelmäßigen Abständen und an prägnanten Stellen auf den Umriss des Objektes. Das Hilfsmittel zieht dann automatisch die Auswahllinie um das Objekt. Wenn Sie die Linie geschlossen haben, klicken Sie in das Objekt, die Linie wird zur Auswahl. Nur geeignet, wenn der Kontrast zwischen Objekt und Hintergrund sehr gut ist und die Ränder sehr scharf sind.
Pfade erstellen und bearbeiten Mit dem Cursor setzen Sie wie bei "Umrisse des Bildes wählen" in regelmäßigen Abständen Knotenpunkte. Zwischen den Punkten erscheinen Linien, die Sie individuell an das Objekt anpassen müssen. Dann klicken Sie im Menü "Auswahl" auf "Vom Pfad", dann erscheint die Auswahl. Gut für große bis mittlere Objekte geeignet. Zu viele Details sind schwer auszuwählen.
Rechteckige und elliptische Auswahl Diese Auswahlformen sind vordefiniert. Sie können aber die Größe bestimmen. Nur geeignet für eindeutig geometrische Formen.

 

Wenn Sie eine Maske ausgewählt haben, können Sie sie einfärben. Malen Sie es mit dem Pinsel aus, füllen Sie es mit dem Farbeimer oder nutzen Sie den Befehl "mit VG-Farbe füllen" im Menü "Bearbeiten".

Die Bereiche, die nicht umgefärbt werden sollen, füllen Sie mit Weiß oder Schwarz.

Am Schluss speichern Sie wieder mit "Datei > Speichern unter..." die Maske im Ordner "Images/Masks" mit dem Anhang "_mask.png" ab. Beispiel: "häuser_mask.png"

 



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